Mittelstand goes circular – Teilnehmende aus 13 Unternehmen im Bergischen RheinLand trafen sich am 15. Mai 2023 zum Business Model Hack Zirkuläre Wertschöpfung

Zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dreizehn Unternehmen des Bergischen RheinLands trafen sich am 15. Mai 2023 auf dem Forschungs- und Bildungsstandort :metabolon. Miteinander sowie mit Expertinnen und Experten diskutierten sie im Workshop „Mittelstand goes circular: Geschäftsmodelle nachhaltig gestalten“ über Strategien und Lösungswege für zirkuläres Wirtschaften im eigenen Betrieb. Organisiert und ausgerichtet wurde der Workshop von der :bergischen rohstoffschmiede gemeinsam mit ihren Partnern, der Wirtschaftsförderung Oberbergischer Kreis, der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW), der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreis sowie der TH Köln in Kooperation mit NRW.Innovationspartner.

Dr. Yvonne Hilgers, Projektkoordinatorin der :bergischen rohstoffschmiede begrüßte zusammen mit Pauline Rothstein, Wirtschaftsförderung Oberberg die Teilnehmenden im Namen des Veranstaltungsteams.

Thomas Oster, NRW.Bank führte in die Veranstaltung ein.

Status quo – Problemstellungen definieren.

Unternehmen brauchen Mut und vor allem auch Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen, um eingesetzte Materialien, Produktdesign, Prozesse, Vertrieb und Geschäftsmodelle im Sinne einer zirkulären Wertschöpfung neu zu durchdenken und anzupassen. Zum Auftakt präsentierte Janpeter Beckmann von der NRW.Bank in der ersten Workshopphase zunächst eine Systematik zirkulären Wirtschaftens anhand unterschiedlicher Strategien von Wiederverwendung, Wiederverwertung, Recycling und Substitution von Stoffen und Materialien. Er richtete die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf konkrete Prinzipien zirkulärer Geschäftsmodelle sowie Erfahrungen und Umsetzungsbeispiele aus Unternehmen.

Mit diesen Informationen erarbeiteten die Teilnehmenden in zwei parallelen Arbeitsgruppen und entlang von drei agilen Reflexionsmethoden zunächst Ansatzpunkte für zirkuläre Wertschöpfung im eigenen Geschäftsmodell. Ziel war es, anhand dieser Methoden die Themen Kreislaufführung und Ressourceneffizienz strategisch zu reflektieren sowie Stärken und Herausforderungen für zirkuläre Prozesse im eigene Unternehmen zu identifizieren.

Nachhaltig. Digital. Kosteneffizient – Zirkuläre Lösungsansätze identifizieren.

In vier Deep-Dive-Sessions hatten die Teilnehmenden anschließend die Möglichkeit, Erkenntnisse und Informationen aus der eersten Arbeitsphase  detaillierter mit Fachexpertinnen und -experten sowie mit anderen Unternehmensvertreterinnen und -vertretern zu vertiefen.  Vier Themenfelder standen zur Verfügung: In der Session Circular Design, Circular Matrix stellten Dr. Nicole Freiberger und Nadine Tiedemann von der Effizienz-Agentur NRW eine Methode vor, mit der Unternehmen über eine Analyse der Wertschöpfungskette deren Produkt oder Geschäftsmodell kreislauffähig gestalten und Maßnahmen zur Umsetzung erarbeiten können.

Antje Klemichen vom VDI Zentrum für Ressourceneffizienz GmbH präsentierte in der Session Vertrieb & Nutzung neue Vertriebsansätze, wie z.B. Produkt-als-Dienstleistung oder Sharing-Konzepte, und Strategien, wie erläuterte, wie diese im Unternehmen umgesetzt werden können.

Dr. Bettina Knothe, Koordinatorin des Netzwerks Zirkuläre Wertschöpfung Bergisches RheinLand in der :bergischen rohstoffschmiede und Prof. Dr. Christian Wolf, TH Köln, :metabolon-Institut teilten in ihrer Session mit den Teilnehmenden ihre Erfahrungen zu den Themen regionale Kooperationen entlang von Wertschöpfungskreisläufen sowie zu Chancen und Nutzen von Forschungskooperationen zwischen Unternehmen und der TH Köln im Themenfeld zirkuläre Wertschöpfung.

In der Session Digitalisierung informierte Jana Nicolas vom Wuppertal Institut dazu, wie Unternehmen digitale Lösungen in der Breite nutzen können, um z.B. materialsparender zu produzieren,  nachhaltige und langlebige Produkte herzustellen, das Recycling von wertvollen Ressourcen zu ermöglichen, Produktpässe einzuführen sowie Plattformen gewinnbringend zu nutzen.

Zukunftsfähig – Aussichtsreiche Projektansätze weiter denken.

Die letzte Arbeitsgruppenphase des Workshops war ein Angebot an die Teilnehmenden, aussichtsreiche Projektansätze mit kreativen Methoden weiterzudenken sowie mögliche Projektideen zu priorisieren. Ziel war es, den Teilnehmenden noch einmal einen Reflexionsraum zur Verfügung zu stellen,  in welchem sie einen strategischen Ansatz sowie eine Planung für die betriebliche Umsetzung entwickeln konnten.

Das anschließende Get-together entwickelte sich zu einem spontanen Walk-Together mit Führung zum Projekt :metabolon über die Treppe auf den Kegel der Deponie Leppe. Gewonnene Impulse und Erkenntnisse wurden auf diese Weise in der Nachmittagssonne auch in Bewegung noch einmal ausgetauscht und verarbeitet.

Für das Veranstaltungsteam v. li.n.re.:

Dr.Mehmet Sarikaya für die Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreis, Thomas Oster für die NRW.Bank, Dr. Bettina Knothe für die :bergische rohstoffschmiede, Slawomir Swaczyna für die Rheinisch-Bergische WIrtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Pauline Rothstein und Uwe Cujai für die Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises