KREISSTOFF26 – Austausch und Kooperation für Innovationen, die Rohstoffverfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit sichern am 22.04.2026 auf :metabolon

Kunststoff pumpt man nicht aus dem Boden. Er fließt nicht durch eine Pipeline. Wir können ihn nicht direkt nutzen. Kunststoff liegt vielmehr in der Gelben Tonne. Für seine Kreislaufführung müssen wir ihn aufbereiten. Dafür brauchen wir neue Anlagen, Technologien und Lieferketten. Dann wird Kunststoff, den wir heute produzieren, zum Rohstoff von morgen.

Fachaustausch von Startups und Unternehmen

Erstmalig kamen am 22. April 2026 auf :metabolon auf Einladung der :bergischen rohstoffschmiede und inotage in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Oberbergischer Kreis und Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW) Start-ups sowie klein- und mittelständische Unternehmen aus der Kunststoffbranche zum fachlichen Austausch und zur Sondierung von Kooperationspotenzialen auf der KREISSTOFF26 zusammen. Sieben Startups präsentierten den insgesamt vierzig Teilnehmenden aus dem Bergischen RheinLand ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen.
Die Initiatoren der Veranstaltung, Dr. Bettina Knothe von der :bergischen rohstoffschmiede und Dr. Tom Maes von inotage, begrüßten die Teilnehmenden mit einer kurzen Einführung in den Nachmittag.

Kunststoff als strategische Ressource

Bevor es in die Präsentationen der Start-ups ging, stellte Nicole Lange, Nachhaltigkeitsmanagerin der BARLOG Plastics GmbH unter dem Motto „Vom Kostenfaktor zur strategischen Ressource“ ein firmeneigenes Recyclingkonzept für Wasserzähler vor. Das Verfahren ermöglicht die vollständige Wiederverwendung, der aus Kunststoff bestehenden Wasserzähler im Trinkwasserkontakt.

Pitches für innovative Lösungen in der Kunststoffweiterverarbeitung

Im Anschluss zeigten die beteiligten Startups, in welchen innovativen Feldern und Fragestellungen sie aktuell Entwicklungsvorhaben umsetzen. Themen waren die Entwicklung nachhaltiger Recyclinglösungen für Styropor (NFM Recycling), eine Plattform für die Wiederverwendung industrieller Materialien (Circulania Services GmbH), ein Recycling- und Sammelsystem für Umreifungsbänder (re-Strap GmbH), nachhaltige Logistik entlang der Lieferkette (Succes4Log GmbH), präzises Upcycling für komplexe Kunststoffströme (Envalyx B.V.), zirkuläre Wertschöpfungsketten für technische Polymere (Secara GmbH) sowie eine innovative Heiztechnologie für die Plastifizierung von Kunststoffgranulaten (Smart-Plastify GmbH).

Positive Resonanz

Auf der Veranstaltung gab es Zeit für ausführlichen fachlichen Austausch“ und „Gerade Veranstaltungen in diesem Größenformat bieten einen guten und entspannten Rahmen, um mit vielen Kolleginnen und Kollegen in vertiefte Gespräche zu kommen“, lauteten die Rückmeldungen vieler Teilnehmenden am Ende von KREISSTOFF26. Eines zeigte die Veranstaltung sehr deutlich: Innovation braucht den offenen Raum, das direkte Gespräch, den produktiven fachlichen Austausch und den Perspektivwechsel auf den aktuellen Status quo.